Bündnis für ein Sozialticket in Gera
Bündnis für ein Sozialticket in Gera
Warum brauchen wir ein Sozialticket?
- 1. Damit arbeitslose Menschen die Fahrtkosten für die Arbeitssuche bezahlen können.
- 2. Damit bedürftige Menschen zu Tafeln und zu Geschäften aus zweiter Hand fahren können.
- 3. Damit bedürftige Menschen als "Nicht-Schwarzfahrer" zu Behörden fahren können.
- 4. Damit bedürftige Menschen ihren Einkauf in günstigen Kaufhäusern tätigen können.
- 5. Damit kranke bedürftige Menschen zu Ihrem Facharzt oder Physiotherapeuten fahren können.
- 6. Damit sich alleinerziehende bedürftige Mütter mit Kinderwagen in der Stadt bewegen können.
- 7. Damit bedürftige Menschen sich nachts in der Stadt sicher bewegen können.
- 8. Damit bedürftige Menschen soziale Kontakte pflegen können und nicht völlig ins gesellschaftliche Abseits und/oder in Depressionen verfallen.
- 9. Damit bedürftige Menschen leichter an Veranstaltungen jeglicher Art teilnehmen können.
- 10. Damit bedürftige Menschen in die Bibliothek, ins Museum, zu Vereinen und in die Geraer Sportstätten gelangen können.
Die Situation in Gera
In Gera gibt es seit 2006 die Sozial-Card. Sie berechtigt zur Inanspruchnahme ermäßigter Leistungen in Einrichtungen der Stadtverwaltung bzw. Veranstaltungen, die in ihrer Gebühren- oder Entgeltordnung eine solche Möglichkeit vorsehen. Der Nachweis durch die Vorlage des Leistungsbescheides wird dadurch vermieden.
Ermäßigungen oder Vergünstigungen gibt es in den Bereichen Kultur, Bildung und Sport.
Seit Einführung der Sozial-Card spricht sich die Initiative für soziale Gerechtigkeit Gera
www.isg-gera.de.vu für ein Sozialticket auch beim Geraer Verkehrsbetrieb GmbH (GVB) aus.
Mobilität für Alle lautet die Forderung, denn Mobilität ist ein soziales Grundrecht und nicht Privileg für den Teil der Bevölkerung, der dafür bezahlen kann.
Viele Beispiele wie Erfurt, Leipzig, Berlin und Dortmund beweisen, ein Sozialticket ist auch bei knappen Kassen möglich.
Mit einem Preis von 15,- Euro ist das Dortmunder Sozialticket bundesweit das günstigste. Der Preis des Tickets entspricht damit in etwa der Höhe der im Regelsatz des ALG II enthaltenen Mittel für die Nutzung von Bussen und Bahnen.
Die Zahlen aus Dortmund, wo ein Sozialticket bereits 2008 eingeführt worden ist zeigen, dass der Bedarf an einer preisgünstigen Fahrkarte viel höher ist, als von der VAG angenommen wird. Statt vorher 13500 zählten die Dortmunder Stadtwerke nach Einführung des Sozialtickets 35700 feste Kunden.
Diese Erstunterzeichner und die Initiative für soziale Gerechtigkeit Gera rufen die Menschen der Stadt auf, sich mit ihrer Unterschrift ebenfalls für die Einrichtung eines Sozialtickets einzusetzen!
Erstunterzeichner:
Ralf Lenkert, (Mitglied des Deutschen Bundestag) DIE LINKE.
Wolfgang Lemb, (Mitglied des Thüringer Landtag) SPD
Heidrun Sedlacik, (Mitglied des Thüringer Landtag) DIE LINKE.
Margit Jung, (Mitglied des Thüringer Landtag) DIE LINKE.
Dieter Hausold, (Mitglied des Thüringer Landtag) DIE LINKE.
Christian Klein, Stadtrat Gera CDU
Andreas Kinder, Stadtrat Gera CDU
Armin Allgäuer, Stadtrat Gera SPD
Andreas Schubert, Stadtrat Gera DIE LINKE.
Ines Wegner, Stadtjugendring Gera
Matthias Beer, Sekr. der IG Verwaltungsstelle Gera
Christel Semmisch, Gewerkschaft NGG
Regina Klefler, IG BAU
Kerstin Thiem, Mieterschutzbund
Peter Lückmann, ISG GERA
Marlene Spenst, "Tischlein deck dich, die helfende Hand e.V"
Ingrid Trogisch, "Geraer Nachbarschaftshilfe" Gera
Elke Marx, Thüringer Arbeitsloseninitiative
Erika Wellmann, Demokratischer Frauenbund